Gleichzeitiger Tod der Eheleute

In gemeinschaftlichen Testamenten ist häufig die Formulierung zu finden: „Sollte der Tod meine Frau / meinen Mann gleichzeitig treffen…“. Eine solche Erbeinsetzung in einem gemeinschaftlichen Testament ist im Zweifel so zu verstehen, dass ein Tod im engen zeitlichen Zusammenhang gemeint ist. Nicht erforderlich ist dabei ein exakt „gleichzeitiger“ Tod im naturwissenschaftlichen Sinn.

Überlebt ein Ehegatte den anderen um mehrere Jahre, entfällt eine Bindungswirkung der betreffenden Erbeinsetzung.

Dies hat nun das OLG Koblenz entschieden (10 U 410/11).



Eingestellt am 20.03.2012 von Rechtsanwalt Wolfgang Behlau
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